LWD SAISONSCHLUSS - VIELEN DANK FÜR EURE BEITRÄGE
Wir danken allen Beitragsersteller:innen sehr herzlich für die informativen Beiträge und wunderbaren Fotos! Beides wurde über die gesamten Saison immer wieder in unsere Arbeit eingebunden! Die Ausgabe der Lawinenberichte wurde mit 27.04. eingestellt. Wir wünsche allen einen schönen Saisonausklang und darauffolgenden Sommer! Team LWD Steiermark
letzte Kommentare
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Datum
28.04.2026 19:08
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Verfasser
Klaus Einmayr
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Tour
Hochzint - Melkerloch
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Kommentar
Der geheime PP ist oberhalb vom Hacker im Wald, aber nicht weitersagen, gel ! Da...
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| Datum | Bundesland | Verfasser | Tour |
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Imbachhorn Höhenmessung, 16.01.2012, Gerhard Dietachmayr
Tourenbeschreibung
Armbanduhr mit Höhenmessung – stimmt das? Die Messung erfolgt über den Luftdruck, der ändert sich leider auch mit dem Wetter. Ich habe das bei Sturmtief Joachim am 16. 12. 2011 eindrucksvoll bestätigt bekommen, als mir bei meiner Tour 955 Höhenmeter aufwärts, aber nur 900 m abwärts angezeigt wurden. Daheim ging es weiter – die Höhe stieg, am Höhepunkt des Tiefs »schwebte meine Wohnung 300 Meter über dem Boden«. Das ist nicht weiter erstaunlich; im Tief sinkt der Luftdruck, das tut er auch, wenn man höher oben ist, und der Höhenmesser übersetzt beides in eine größere Höhe. Ein paar Tage später befand sich mein Wohnzimmer ziemlich tief in der Erdkruste, na ja, jetzt hatten wir halt ein Hoch...
Seit ich diese Armbanduhr habe, fällt mir aber noch mehr auf: Die Aufstiegshöhe ist meistens um 1-2 % größer als die Abstiegshöhe. Im Sommer fallen die Aufstiegshöhen meistens geringer aus als ich es erwartet hätte, man kann das ja auf der Landkarte nachmessen. Im Winter kann es umgekehrt sein. Hochs und Tiefs, egal ob sie nun aktuell nach Weiblein oder Männchen benannt werden, reichen als Erklärung dafür nicht aus. Was sonst? Der Heißluftballon. Was hat der damit zu tun?
Warme Luft dehnt sich aus, ihre Dichte sinkt, deshalb steigt der Heißluftballon auf. Dünnere Luft muss auch geringeren Luftdruck haben, der Höhenmesser übersetzt das in größere Höhe. Man bricht zu einer Tour am Morgen bei Kälte auf, kommt bei Wärme zurück, da zeigt der Höhenmesser mehr Höhe an als in der Früh.
Imbachhorn bei Inversionswetterlage, beim Start herrschten –20°C. Am Gipfel war es zweifellos wärmer. Meine Uhr zeigte 1940 Höhenmeter Aufstieg an – das konnte unmöglich stimmen! Ich analysierte das Höhenprofil: 46 m für die Abfahrt in die Gipfelmulde, 114 m für den Gegenanstieg während der Abfahrt, in Ordnung. Aber die Höhendifferenz für Tal-Gipfel betrug 100 m mehr als laut Karte zu erwarten war (1670 m)!
Normalerweise sinkt die Temperatur, wenn man aufsteigt. Vermutlich rechnen diese Armband-Höhenmesser die durchschnittliche Abnahme bei der Umrechnung Luftdruck-Höhe ein. Im Sommer sinkt die Temperatur nach oben hin mehr als durchschnittlich, führt zu geringeren Druckunterschieden, daher wird weniger Aufstiegshöhe angezeigt. Was mich aber überrascht, ist der erstaunlich große Einfluss der Temperatur auf die Höhen-Anzeige bei Inversionslage, 100 m auf-ab sind ja keine Kleinigkeit!